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Unsere aktuellen Termine (2020):
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vom 04.04. bis 17.10. jeweils samstags von 10:00-17:00 Uhr.
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Aktuelles

22.02.2020: Unterhaltungsarbeiten in vollem Gange

Die Vorbereitungen auf die nächste Saison sind in vollem Gang. Zunächst zu den Fahrzeugen: Emmas neuer Kohlenkasten wurde inzwischen grundiert. Wir warten nun noch darauf, dass die Lufttemperatur in einen Bereich steigt, der die grüne Endlackierung zulässt. Bis zur ersten Veranstaltung muss sie wieder hübsch aussehen.


Auch unser Bagger T174 ist befindet sich nun wieder in der Endmontage. Er hat einen neuen Drehwerksantrieb bekommen und befindet sich gerade in der Einstell- und Endmontagephase. Prima, dass er wieder störungsfrei funktioniert.

Einige Wartungsarbeiten erfährt auch eine der großen Dieselloks. Die Starterbatterien der 118 748 brauchten mal wieder frisches, destilliertes Wasser. Nachdem sie heute wieder eingebaut wurden, wurde das Batterieladegerät angeschlossen. Vielleicht können wir die Lok zur nächsten Veranstaltung ja mal ... ?!


Der Maschinenwagen befindet sich gerade zur Neulackierung in unserer Arbeitshalle. Gerade wird er neu grundiert und wir hoffen auch für ihn auf demnächst steigende Temperaturen, damit wir den Lack auftragen können.

Erste Arbeiten wurden auch an unserem Neuzugang, dem Beiwagen 190 851 ausgeführt. Die Stirnseiten wurden teilweise von Schmutz und Farbe befreit und die Scheiben ausgebaut, damit wir die Korrosionsschäden begutachten können. Wie es aussieht, ist da leider einiges zu tun.

Und zum Schluss noch zu den Arbeiten am Lokschuppen I. Endlich wurde das Baugerüst aufgestellt, durch welches das Arbeiten an der Mauerkrone möglich wird. Da dort von oben Wasser eingedrungen ist, müssen die obersten Lagen entfernt und neu aufgemauert werden. Das wird zeitnah durch eine Fachfirma erledigt. Danach kommen die Dachdecker.



Fahrzeuge: Emma, 118 748-3, 190 851-6, Der Katastrophenzug

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01.02.2020: Emma und andere in der Schönheitsklinik

Nur Emma weiß, wie viel Kohle in ihren Kohlenkasten gefüllt und von hier aus durch die unzähligen Heizer, denen sie in ihrem Leben begegnet ist, wieder herausgeschaufelt wurde. So nagte langsam der Zahn der Zeit an ihrem Kohlenkasten und der Rost fraß sich von innen durch’s Blech. Wir nutzen nun die Winterpause für ein paar kosmetische Eingriffe und spendieren der kleinen Lok ein paar neue Bleche, damit sie wieder hübsch aussieht und die Kohle da bleibt, wo sie hingehört.
Am Samstag, den 1.2. rückten wir den bisherigen Blechen zu Leibe und mit ein paar beherzten Schnitten wurden die maroden Stellen großflächig herausgelöst.



Bei der Demontage stellte sich heraus, dass nicht nur die Außenseite, sondern auch die Innenseite des Kohlenkastens vom Lochfraß betroffen war. Also wurde auch hier noch ein Stück neues Blech eingesetzt.


Danach wurde eine Kohlenrutsche angefertigt. Das schräge Blech soll bewirken, dass die Kohle automatisch Richtung Führerhaus rutscht, wenn man hinten ein paar Schaufeln entnommen hat.

Zum guten Schluss wurde eine neue Außenhaut angeschweißt.

Auch die kleine Kinderlokomotive nähert sich der Fertigstellung. Sie freut sich schon über neue Farbe und ein neues Fahrwerk. So hoffen wir, dass unsere kleinen Besucher ab Saisonbeginn im April Spaß an ihr haben werden.


Ebenfalls am Samstag, den 1.2. konnten ein paar wichtige Ersatzteile für unseren Güterwagen gewonnen werden, der sich gerade in Aufarbeitung befindet. Da er im Laufe der Zeit eine seitliche Schiebetür eingebüßt hatte, waren wir auf der Suche nach Ersatz. Fündig wurden wir auf der anderen Elbeseite. Dort steht – inzwischen völlig zugewuchert und verlassen – ein Wagenkasten eines Güterwagens mit ähnlichen Dimensionen wie unserer. Der verfügte noch über eine Schiebetür und entsprechende Schienen und Beschläge. Jedenfalls bis letzten Samstag …


Fahrzeug: Emma

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25.01.2020: Aktuelles

Die Arbeiten am Breuer-Traktor, über dessen Einsatzgebiet und Funktionsweise wir schon beim letzten Mal berichteten, gehen weiter. Erstmals wurde das Getriebe geöffnet, um zu sehen, wie weit die Korrosion schon ihr Unwesen getrieben hat. Zu unserer Überraschung sieht es darin noch ganz gut aus, obwohl sich das Getriebeöl bereits mit Kondenswasser vermischt und eine übel riechende Emulsion gebildet hatte. Aber wie heißt es so schön: Nase zu und durch! Das Getriebe konnte inzwischen ausgebaut werden und wird demnächst gereinigt.



Fortschritte macht auch der VB 197 805, der ja inzwischen entkernt wurde, um die Innenseite der Karosserie mit Rostschutz zu behandeln. Inzwischen sind die ersten Innenverkleidungen am Fensterband wieder angebracht worden.

Wir haben noch Teile des Fußbodens entfernt, um die darunter liegende Rahmenkonstruktion zu begutachten. Wir waren sehr positiv überrascht. Alle tragenden Teile haben die Jahrzehnte unbeschadet überstanden. Auf dem folgenden Bild ist der gelochte Hauptträger zu sehen, über den sich der Wagenkasten auf dem darunter liegenden Drehgestell mit den Laufachsen abstützt. Strahlenförmig nach links im Bild führen die Träger, welche die Zug- und Stoßkräfte von der Fahrzeugkupplung und den Puffern aufnehmen.

Auch im Außengelände gibt es Bewegung. An den Fragmenten des Lokschuppen 1 wird in der kommenden Woche ein Baugerüst errichtet, dessen Teile bereits angeliefert wurden. Fachfirmen beginnen dann mit der Sanierung der noch erhaltenen Mauern. Danach erhalten Teile des Gebäudes wieder ein Dach.

Was haben wir sonst noch geschafft, ohne dass es davon aktuelle Bilder gibt? Erfreulicherweise war die Operation am offenen Herzen unseres Gabelstaplers sehr erfolgreich. Er fährt und stapelt wieder wie fabrikneu. Als nächstes erhält unserer Bagger etwas Zuwendung. Hier sind die Öle und Filter zu wechselt und die mechanische Betätigung des Drehwerkes zu überarbeiten. Ach ja, und dann wurden noch die Radreifenprofile an unseren betriebsfähigen Lokomotiven vermessen und bei einer Rangierlokomotive das Bremsventil gewechselt.
Wie man sieht, gibt es immer jede Menge zu tun. Wer uns helfen möchte und mindestens 14 Jahre alt ist, ist gerne willkommen. Gelegenheit zum Ausprobieren bietet sich immer sonnabends ab 10:00 Uhr. Zwar ist Bekleidung mitzubringen, die schmutzig (richtig schmutzig!) werden darf. Allerdings wird keine Vorerfahrung oder gar eine Ausbildung als Schlosser benötigt. Es finden sich immer Aufgaben, die man allein, im Team oder unter Anleitung bewältigen kann. Das Schöne ist, dass man nachher Erfolg sieht und das zufriedene Gefühl hat, am Erhalt eines Stücks Geschichte mitgearbeitet zu haben.


Fahrzeug: 197 805-5

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12.01.2020: Der Breuer-Traktor

Viele von unseren Besuchern werden schon einmal vor einem ganz speziellen Gebilde stehen geblieben sein. Da es etwas unförmig aussieht, erkennt man auch nicht gleich den Zweck. Klar ist nur, dass es auf Schienen fährt.
Wir müssen gestehen, dass das Gefährt zu Unrecht bisher nicht einmal Beachtung auf unserer Homepage gefunden hat. Daher möchten wir es nun einmal vorstellen: den Breuer-Traktor


Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein Rangiergerät für Güterwagen. In den damaligen Fabrikanlagen spielte der Bahntransport, auch der innerbetriebliche, eine viel größere Rolle als heutzutage. Waren, auch Vor- und Halbprodukte wurden vielfach mit Güterwagen transportiert. Da zwischen den oft verwinkelt angeordneten Werksgebäuden jedoch kein Platz für Weichen und Gleiskurven mit bahnüblichen Radien war, baute man kleine Drehscheiben im Werksgelände ein. Diese erlaubten es, dass Güterwagen auf der Stelle gedreht und in ein stumpf abzweigendes Ladegleis verbracht werden konnten. Das folgende Bild zeigt solche eine Drehscheibe, auch wenn die abgebildete nicht in einem Industriebetrieb installiert ist, sondern bei unseren Vereinskollegen in Gramzow.

Da solche Drehscheiben in der Regel einen recht kleinen Durchmesser besaßen und damit gerade genug Platz für einen Güterwagen boten, behalf man sich zunächst mit Muskelkraft von Menschen oder Pferden, um die Güterwagen auf die Drehscheiben zu ziehen und nachher auch wieder herunter. Da die Gewichte beladener Güterwagen im Laufe der Zeit stiegen, entwickelte die Firma Breuer in den 1920er Jahren maschinengetriebene Rangierhilfen, die einerseits stark genug waren, um Güterwagen zu bewegen. Andererseits mussten sie so kompakt gebaut sein, dass sie gleichzeitig mit einem Güterwagen auf die Drehscheiben passten. Und so entstand das ungewöhnliche Design des Fahrzeugs.

Im Betrieb fährt der Breuer mit einer Seite unter die Pufferbohle eines Güterwagens, bis die Puffer des Wagens den schwarz-roten Kuppelbalken des Fahrzeugs berühren. Dann wird der Kuppelhaken des Wagens mit der Kuppelöse des Traktors verbunden, damit der Traktor den Wagen ziehen kann.
Zwischen den Rädern des Traktors erkennt man einen Stempel, der mechanisch so weit nach oben ausgefahren werden konnte, dass er unter der Pufferbohle des zu befördernden Güterwagens klemmte. Da dadurch ein Teil des Gewichts des Güterwagens auf dem Stempel und damit auf dem Laufwerk des Traktors ruhte, erhöhte sich das Reibungsgewicht des Traktors. Dadurch drehten seine Antriebsräder nicht so schnell durch und es konnten höhere Lasten bewegt und gebremst werden.
Die Firma Breuer hatte solche Traktoren in fünf verschiedenen Leistungsklassen entworfen. Unserer gehört zur Klasse III, besaß einen Motorleistung von 40 PS und wiegt gut fünf Tonnen. Er wurde Ende der 1930er Jahre gebaut und besaß zunächst einen Benzolmotor. Nach dem Krieg wurde er etwas modernisiert und erhielt einen luftgekühlten VW-Industriemotor mit vier Zylindern und 40 PS, der stark an den typischen Motor aus einem VW Käfer erinnert.

Unser Fahrzeug stand bis 1994 im Eisenbahnmuseum Hamburg-Wilhelmsburg, das leider durch Brandstiftung zerstört wurde. Danach haben wir es als Dauerleihgabe übernommen und möchten es nun gerne wieder funktionsfähig machen. Da, soweit uns bekannt, kein anderes Eisenbahnmuseum solch ein Fahrzeug betriebsfähig vorhält, ist das sicher ein interessantes Detail in unserer Sammlung.
Am Samstag, den 11.01.2020, haben wir den Fahrstand des Traktors entfernt, um an den Antrieb zu gelangen. Motor, Kupplung, Kardanwelle und Getriebe werden in den nächsten Wochen begutachtet und einer Wartung unterzogen. Drücken Sie uns die Daumen, dass der Zustand eine Inbetriebnahme ermöglicht!

Dampflokfreunde Salzwedel e.V. Am Bahnhof 6, 19322 Wittenberge

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